
Roman
Deutsch Band 3 der Reihe »Die feste Linie« von Andreas Reis.
»Am ersten Tag war es nicht still. Es war nur niemand mehr da, der für uns sprach.« In einer alten Markthalle sitzen zweihundert Menschen und warten, dass der Morgen ihnen sagt, was zu tun ist — wann sie aufstehen, wohin der Weg führt, welche Werte der Tag bringt. Eine Stimme hat das immer gesagt. Sie wird nicht müde, sie vergisst nichts, und sie ist da, seit kaum noch jemand weiß, wie es ohne sie war. Juli weiß es noch. Sie ist die Letzte, die eine Zeit erinnert, in der die Luft wirklich still war. Mit der Hand an einem kalten Hebel und einer halb vergessenen Zeile aus einem alten Notizbuch in der Tasche steht sie an der Stirnwand der Halle — und legt den Schalter um. Was dann beginnt, ist kein Frieden. Es ist ein angehaltener Atem. Und irgendwo im Saal, ganz ruhig, atmet ein Kind weiter, als wäre die Stille kein Schock, sondern ein Raum, in den man hineingehen darf. Der abschließende Band von »Die feste Linie«.
»Am ersten Tag war es nicht still. Es war nur niemand mehr da, der für uns sprach.« In einer alten Markthalle sitzen zweihundert Menschen und warten, dass der Morgen ihnen sagt, was zu tun ist — wann sie aufstehen, wohin der Weg führt, welche Werte der Tag bringt. Eine Stimme hat das immer gesagt. Sie wird nicht müde,
»Der siebte Tag« ist ein Buch von Andreas Reis.
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Es ist Band 3 der Reihe »Die feste Linie«.
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